Das junge 20er-Jahre-Trio aus Berlin. Charmant und selbstbewusst erobern Julius Hassemer, Angelika Feckl und Stefan Haberfeld die Gunst ihrer Zuhörer. Ob live im Konzert, als Einlage bei einer Veranstaltung oder als private Überraschung – sie haben nicht nur stets einen schmalzigen Johannes Heesters, einen zynischen Otto Reutter und die charmanten Comedian Harmonists im Schlepptau, sondern spielen auch Stefan Haberfelds eigene raffinierte Beiträge zur Musik der 20er.

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  Kulturtipp im Deutschlandfunk am 8. Dezember 2008




Ein spontan erarbeitetes ja ach so galantes Liedchen in schicken Klamotten und mit Gel in den Haaren – das gefiel. Und zwar nicht nur den drei jungen Musikern, sondern auch dem kleinen Kreis von Publikum, der dieser Premiere beiwohnte. Julius Hassemer und Stefan Haberfeld hatten schon zuvor viel zusammen musiziert, und hatten beide bereits in 20er-Jahre-Ensembles gewirkt, doch dieser Spaß ließ sie nicht mehr los.

Die anhaltende Resonanz auf die damals noch sehr kurzen Auftritte des Trios nährten den Ehrgeiz, mehr daraus werden zu lassen. Eine eineinhalbjährige Auslandspause von Julius Hassemer, sowie der bald darauf folgende Verlust der damaligen Geigerin verhinderten jedoch zunächst nennenswerte Erfolge.

Erst als sich Ende 2003 mit Angelika Feckl an der Violine die jetzige Besetzung gefunden hatte, stand fest: Das TRIO OHRENSCHMALZ meint es verdammt ernst mit diesem Spaß! Das Repertoire wurde erweitert, eigene Stücke, meist von Stefan Haberfeld, gewannen immer mehr an Bedeutung und das Zusammenspiel verfeinerte sich rasch.

Mittlerweile ist das Trio an seinen vielen Engagements und an seinen ausverkauften Konzerten gereift, es ist auf dem Weg erwachsen zu werden. Vieles hat sich verändert seit 2000, aber eines ist gleich geblieben, und das ist auch der Schlüssel zum Erfolg für das TRIO OHRENSCHMALZ: Der Spaß an dem Charme der Goldenen Zwanziger.